Klimafreundlichkeit

Klimafreundlichkeit

Hier findet ihr Informationen zum Thema Klimafreundlichkeit beim OBEN OHNE Open Air.

OBEN OHNE 2021 – KLIMAFREUNDLICH DURCH KOMPENSATIONSZAHLUNGEN

Auch wenn das OBEN OHNE Open Air 2020 wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte, wurde im Hintergrund daran weitergearbeitet, das Festival zukünftig noch nachhaltiger zu gestalten. In vielen Bereichen, wie beim Thema Inklusion, hat sich das Festival bereits eine Vorreiterrolle im Veranstaltungsbereich erarbeitet. Jetzt will sich das OBEN OHNE sukzessive auch in Richtung eines ökologisch nachhaltigen Festivals entwickeln. Es wurde deshalb in Zusammenarbeit mit einer Umweltberatungsagentur und der Fachstelle Nachhaltigkeit des KJR ein CO2e[1]-Rechner fürs Festival aufgestellt.

2021 kam das OBEN OHNE Open Air in einer hybriden Form zurück auf den Königsplatz. Trotz einer kleineren Variante des Festivals wurde an Nachhaltigkeitsmaßnahmen nicht gespart. Da eine vollständige Vermeidung von CO2e aber nicht möglich ist, wurde im letzten Jahr eine Kompensationszahlung getätigt. Es fielen 31 Tonnen CO2e an, das sind etwa 61,3 kg CO2e pro Besucher:in. Den größten Teil der Treibhausgasemissionen mit 70,8% macht dabei die Mobilität der Logistik aus. Gemeinsam mit einer Umweltberatungsagentur wurde eine umfassende Treibhausgasbilanz für das gesamte Festival erstellt, die es ermöglicht, unsere Fortschritte in diesem Segment kontinuierlich und systematisch zu überprüfen. Weitere Maßnahmen, die bereits umgesetzt werden, sind u.a. die Reduzierung des Müllaufkommens und die Umstellung auf Ökostrom. Wie schon im letzten Jahr wurden Tickets digital angeboten, um so den Papierverbrauch zu reduzieren. Zudem wurde 2021 bei den Crew-Shirts auf Biobaumwolle umgestellt.

Durch die zertifizierte Kompensationszahlung (Climate Partner) konnten wir das Projekt „Kochöfen zur Stärkung von Frauen“ unterstützen. Das Klimaschutzprojekt ermöglicht den Haushalten, ihren Holzverbrauch zu reduzieren. Traditionell kochen die Familien hier über einem offenen Drei-Steine-Feuer. Das ist laut Climate Partner ineffizient und aufgrund der starken Rauchbelastung auch eine ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit. Über das Projekt werden effiziente Kochöfen aus lokalem Lehm und Sand eingeführt. Das so genannte Canarumwe-Modell wird von einer lokalen Kooperative hergestellt und verbraucht zwei Drittel weniger Brennstoff als das Drei-Steine-Feuer. Die Öfen werden zu so geringen Kosten angeboten, dass auch einkommensschwache Haushalte sich die Anschaffung leisten können. Da üblicherweise Frauen für das Feuer zuständig sind, profitieren sie und ihre Kinder besonders von dem Projekt. Dies zu unterstützen wurde gemeinsam mit der Fachstelle Nachhaltigkeit des KJR entschieden.

 

 

[1] CO2e steht für CO2-equivalent (engl.). Neben CO2 wirken z.B. auch Methan oder Lachgas als Treibhausgase. Emissionen anderer Treibhausgase als CO2 werden zur besseren Vergleichbarkeit entsprechend ihrem globalen Erwärmungspotenzial in CO2-Äquivalente umgerechnet.

1. Wo sind wir?

Sonnenschein, angesagte Musik und ausgelassene Stimmung: Es ist etwas sehr Schönes, wenn tausende junge Menschen bei einem Festival zusammenkommen. Die Kehrseite ist leider, dass die ökologischen Auswirkungen eine große Belastung für unsere Umwelt darstellen.
Seit einigen Jahren lassen wir dem Bereich der Inklusion große Aufmerksamkeit zukommen und haben uns hier mittlerweile eine Vorreiterrolle im Veranstaltungsbereich erarbeitet. Im nächsten Schritt wollen wir uns dem Thema Nachhaltigkeit widmen und uns sukzessive in Richtung eines ökologisch nachhaltigen Festivals entwickeln.

2. Was machen wir bereits?

Büroalltag

  • Ausschließlich Druck auf Recyclingpapier
  • Reduzierung des Papierverbrauchs

Öffentlichkeitsarbeit

  • Verstärkte Nutzung von Social Media
  • Druck von Plakaten und Flyern auf recyceltes Ökopapier
  • Herstellung der Zugangsberechtigungen ohne Plastik

Ticketing

  • Ticketverkauf über E-Ticketing-System
  • Druck der Hardtickets auf Recyclingpapier

Verpflegung

  • Regionale Produkte sowie Bio-Getränke bei der Crew- und Künstler:innenverpflegung
  • Zusammenarbeit mit einem Foodsharing-Verein
  • Essensspenden an das Kloster St. Bonifaz

Müllaufkommen

  • Ein ehrenamtliches Team sammelt den Pfand im Einlassbereich. Der Erlös wird an „Hilfe für Kids“ gespendet.
  • Zusammenarbeit mit Viva con Agua
  • Auflagen für Sponsoren bei den Give-Aways
  • Mülltrennung auf dem Festivalgelände und im Backstage-Bereich

Produktion

  • wiederverwendbare Beschilderung und Banner
  • Vakuum-Toiletten, die weniger Chemikalien benötigen als herkömmliche Toiletten-Kabinen
  • Verwendung von Ökostrom

3. Wo wollen wir hin?

Unser Ziel ist es, das OBEN OHNE Open Air innerhalb der uns zur Verfügung stehenden finanziellen und personellen Ressourcen zu einer möglichst umweltverträglichen Veranstaltung zu entwickeln. Leider sind bislang einige Maßnahmen zu teuer für das Non-Profit-Festival. Auf die folgenden Themen möchten wir uns in Zukunft gerne fokussieren:

  • die Produktion nachhaltiger Merchandise-Artikel
  • die Verwendung und Herstellung von nachhaltiger Dekoration
  • die Verpflegung von Crew und Bands ausschließlich mit regionalen Bio-Produkten
  • die vollständige Umstellung der Besuchergastronomie auf regionale Bio-Produkte
  • die weitere Reduzierung des Müllaufkommens

Hierfür sind wir auf die Unterstützung von Sponsoren angewiesen. Haben Sie Interesse, eine Klima-Partnerschaft mit dem OBEN OHNE zu übernehmen? Weitere Informationen finden Sie hier.